Markenlogo
Artikel-Coverbild
News

Aston Martin DBX GT: Der leise Luxus-Bruder

2.10.2026
HF
Harald Finger
3 Minuten

Mit dem DBX GT stellt Aston Martin eine besonders komfortable und edle Variante seines SUV vor, ohne bei den 727 PS Abstriche zu machen.

Drucken

Foto: Aston Martin

Aston Martin erweitert die DBX-Familie: Neben dem sportlich ausgerichteten DBX S gibt es künftig den DBX GT. Er richtet sich an Kunden, die souveräne Eleganz einer betont sportlichen Attitüde vorziehen. Wie CEO Adrian Hallmark erklärt, soll er ein echtes Ultra-Luxus-Erlebnis bieten, bei dem die Performance nicht leidet.

A visual representation related to the article.

© Foto: Aston Martin

Understatement statt Aggression

Optisch setzt der DBX GT auf ruhige Noblesse. Auffälligstes Merkmal ist der neue Doppellamellengrill, dessen Streben sich bis in die äußeren Lufteinlässe samt Tagfahrlicht fortsetzen. An den Flanken sitzt eine zweiteilige Metall-Seitenfinne mit polierter und satinierter Oberfläche, inspiriert von der Uhrmacherkunst. Frontschürze, Schweller und Heckdiffusor sind serienmäßig in Wagenfarbe lackiert. Die vier horizontal angeordneten Endrohre betonen die Breite des Hecks.

Serienmäßig rollt der GT auf neuen 22-Zoll-Schmiederädern mit Ganzjahresreifen, die auf Abrollkomfort und geringe Geräusche abgestimmt sind. Wer es sportlicher mag, bekommt optional 23 Zoll.

Ein Interieur wie ein Salon

Innen stehen Handwerk und Komfort im Vordergrund. Die neu geformten Sitze erhielten eine zusätzliche, 10 Millimeter dicke Memory-Foam-Schicht und stärker konturierte Seitenwangen. Hinten gibt es zwei einzeln ausgeformte Sitzplätze mit verlängerten Kopfstützen, die Fünfsitzigkeit bleibt erhalten. Ein Panorama-Glasdach ist Serie.

Die Materialien: Semianilinleder, Tiefflor-Fußmatten, eloxierte Metallschalter und GT-spezifische Steppungen, Perforationen und Stickereien, wahlweise in ein-, zwei- oder dreifarbiger Ausführung. Pro Vordersitz stecken laut Aston Martin 691 Meter Faden, 3.297 Perforationslöcher und mehr als viereinhalb Stunden Handarbeit.

A visual representation related to the article.

© Foto: Aston Martin

Auch akustisch wurde nachgelegt: gezielte Karosserieverbesserungen, bessere Abdichtung, zusätzliche Dämmung und akustisch laminierte hintere Seitenscheiben. Der Articulation Index, ein Maß für die Sprachverständlichkeit im Innenraum, verbessert sich um 13 Prozent.

Power auf Abruf

Unter der Haube arbeitet der vom DBX S bekannte 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 727 PS (535 kW) und 900 Nm. Die Turbolader-Technik teilt er sich mit dem Mittelmotor-Supersportwagen Valhalla. Den Sprint auf 100 km/h absolviert der GT in 3,3 Sekunden, die Spitze liegt bei 310 km/h. Damit teilt er sich mit dem DBX S den Titel des leistungsstärksten reinen Verbrenner-SUV der Welt.

Das Fahrwerk bekam eine eigene Abstimmung. Neue Dämpferventile sollen feine Vibrationen, etwa von rauem Asphalt, besser filtern, ohne die Karosseriekontrolle bei dynamischer Fahrt zu schmälern. Dazu kommen eine neue Getriebelagerung und zwei Längsdämpfer zwischen Karosserie und Hinterachsrahmen, beides Erkenntnisse aus dem Valhalla. Gaspedal und Achtgang-Wandler (neun Gänge, Nasskupplung) wurden feiner abgestimmt, und im GT-Modus klingt der Auspuff dezenter. In Sport und Sport+ meldet sich der volle Aston-Martin-Sound zurück.

Die ersten Auslieferungen des DBX GT sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Mit ihm bekommt die SUV-Baureihe eine zweite Persönlichkeit: Der DBX S gibt den Sportler, der DBX GT den souveränen Reisewagen.