Zusammenfassung
Aston Martin präsentiert mit dem Valen einen 850 PS starken V12-Supersportwagen. Carbon-Karosserie, 1.000 Nm, 345 km/h und nur 150 Exemplare machen ihn einzigartig.
Herzstück des Valen ist der bekannte 5,2-Liter-V12 mit Biturbo-Aufladung. Für den neuen Extremisten wurde das Triebwerk umfassend weiterentwickelt und leistet nun 850 PS (625 kW) sowie 1.000 Nm, die bereits ab 2.500 U/min anliegen. Die Kraft wird über ein hinten angeordnetes Achtgang-Automatikgetriebe von ZF an die Hinterräder übertragen. Dank einer speziell abgestimmten Schaltstrategie, die unter anderem Erfahrungen aus dem Rennsport aufgreift, soll der Valen besonders unmittelbar auf Gasbefehle reagieren. Die Zielwerte sind entsprechend eindrucksvoll: 0 auf 60 mph in 3,0 Sekunden, 0 auf 100 km/h in 3,1 Sekunden und eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 345 km/h.

© Foto: Aston Martin

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Reduzierung des Gewichts
Noch wichtiger als die reine Leistung war Aston Martin jedoch die Reduzierung des Gewichts. Bis zu 110 Kilogramm konnten gegenüber der bestehenden V12-Plattform eingespart werden. Carbonfaser, Aluminium, Titan und Magnesium kommen an zahlreichen Stellen zum Einsatz. Serienmäßig rollt der Valen auf 21-Zoll-Magnesiumrädern, während ein optionales Leichtbaupaket unter anderem gefräste Aluminium-Komponenten und Titan-Schrauben verwendet. Allein dieses Paket spart weitere 16,9 Kilogramm.
Für die nötige Bodenhaftung sorgen speziell abgestimmte Pirelli-Reifen sowie eine umfangreich überarbeitete Fahrwerksabstimmung. Bilstein-DTX-Dämpfer, ein starr montierter Hinterachsträger, modellspezifische Federn und eine präzise kalibrierte Lenkung sollen aus dem großen Frontmotor-Sportwagen ein deutlich agileres und direkteres Fahrerauto machen. Hinzu kommen Carbon-Keramik-Bremsen mit 410 Millimeter großen Scheiben vorn und 360 Millimetern hinten.
Präzise und kontrollierbare Leistungsentfaltung
Fahrer können zwischen den Modi Wet, Sport, Sport+, Track und Individual wählen. Besonders im Sport- und Track-Betrieb verändert sich dabei auch die Charakteristik des Gaspedals. Im Track-Modus steht weniger spontane Aggressivität als vielmehr eine präzise und kontrollierbare Leistungsentfaltung im Vordergrund. Damit soll der Valen nicht nur auf der Rennstrecke überzeugen, sondern auch auf langen Straßenetappen beherrschbar bleiben.
Akustisch setzt Aston Martin ebenfalls ein Ausrufezeichen. Eine eigens entwickelte Titan-Abgasanlage mit vier Endrohren und 3D-gedruckten Titan-Endstücken soll dem V12 einen besonders intensiven Klang verleihen. Zwei obere Endrohre sind permanent geöffnet, während die unteren Auslässe abhängig vom Fahrmodus zugeschaltet werden. Das Ergebnis: ein Klangbild, das bewusst höhere Frequenzen betont und den dramatischen Charakter des Zwölfzylinders unterstreichen soll.

© Foto: Aston Martin

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Optisch verabschiedet sich der Valen weitgehend von bekannten Aston-Martin-Konventionen. Die Front wirkt tief und aggressiv, schmale Scheinwerfer sitzen unter der weit nach vorn gezogenen Motorhaube. Große Luftführungen, ausgeprägte Schweller und markante Vortex-Generatoren unterstreichen die aerodynamische Ausrichtung. Am Heck ersetzt eine große Tailgate-Konstruktion die klassische Heckscheibe und Kofferraumklappe. Ein integrierter Gurney-Flap erzeugt zusätzlichen Abtrieb, während eine durchgehende Lichtleiste dem Heck eine unverwechselbare Signatur verleiht.
Über Q by Aston Martin lässt sich der Valen umfangreich individualisieren
Auch im Innenraum geht Aston Martin neue Wege. Eine schmale, zum Fahrer geneigte Mittelkonsole, 3D-gedruckte Elemente und neue Sports-Plus- oder Carbon-Performance-Sitze schaffen eine stärker auf den Fahrer konzentrierte Atmosphäre. Gleichzeitig bleibt die für Aston Martin typische Kombination aus hochwertigen Materialien, Leder und Alcantara erhalten. Über Q by Aston Martin lässt sich der Valen umfangreich individualisieren – bis hin zu speziell eingefärbten Carbon-Oberflächen.
Der Name ist Programm: „Valen“ leitet sich vom lateinischen „valens“ ab, also stark beziehungsweise kraftvoll. Damit reiht sich das Modell in die V-Namensfamilie spektakulärer Aston-Martin-Sondermodelle ein – von One-77 und Vulcan über Victor bis zu Valour und Valiant.
Die Produktion des Valen ist auf 150 Exemplare weltweit begrenzt. Die ersten Auslieferungen sind für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Damit dürfte der neue V12 bereits vor seiner ersten Ausfahrt zu einem begehrten Sammlerstück werden. Vor allem aber zeigt der Valen, dass Aston Martin dem klassischen Frontmotor-V12 trotz des Wandels in der Sportwagenwelt noch einmal maximale Dramatik entlocken will: 850 PS, Heckantrieb, Carbon-Karosserie und ein kompromissloser Fokus auf Fahrerlebnis – mehr Statement geht kaum.
www.astonmartin.com
Fotos: Aston Martin

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