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Ferrari Amalfi Spider

18.3.2026
Avatar von Hartmut Adam
Hartmut Adam
17 Minuten

Der neue Ferrari Amalfi Spider: 2+‑Sitzer mit V8-Biturbo-Frontmittelmotor, vereint moderne Sportlichkeit, Komfort, Stil und Alltagstauglichkeit.

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  • Ferrari präsentiert heute den Ferrari Amalfi Spider: einen neuen Spider aus Maranello mit 2+-Sitzkonfiguration und V8-Biturbo in Front-Mittelmotor-Anordnung
  • Eine perfekte Balance aus Leistung, Eleganz, Fahrvergnügen, Bedienkomfort und Vielseitigkeit macht den Ferrari Amalfi Spider zum Sinnbild für den leistungsorientierten Lifestyle von Ferrari – und dies in offener Konfiguration
  • Das maßgefertigte oder aus technischem Stoff hergestellte Verdeck öffnet sich sogar bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h in nur 13,5 Sekunden. Nicht zuletzt diese Eigenschaft platziert das Modell in der Spitze seines Segments – ebenso wie die kompakten Abmessungen der Karosserie und das großzügige Gepäckraumvolumen
  • Der preisgekrönte, 471 kW (640 PS) starke Twin-Turbo-V8 brilliert mit herausragender Leistung und einem sofortigen Ansprechen unter allen Fahrbedingungen
  • Das Brake-by-Wire-System gewährleistet eine noch präzisere Kontrolle, während das unter allen Haftungsbedingungen wirksame ABS Evo Bremsleistung und Stabilität verbessert
  • Aktive Aerodynamikelemente optimieren das Open-Air-Fahrerlebnis: ein dreistufiger Heckflügel und ein integrierter, per Knopfdruck bedienbarer Windabweiser
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Der neue Ferrari Amalfi Spider präsentiert sich als echtes Sinnbild des sportlichen Ferrari Lifestyles in offener Bauweise: eine gelungene, harmonische Einheit aus Leistung, Eleganz, Fahrspaß, Bedienkomfort und Vielseitigkeit. Mit geöffnetem Verdeck avancieren der direkte Kontakt zur Piste und das Open-Air-Fahrgefühl zu einem integralen Bestandteil des Erlebnisses, ohne irgendwelche Kompromisse bei Alltagstauglichkeit und Komfort einzugehen.

Die Designentwicklung des Ferrari Amalfi Spider wurde von dem Ziel geprägt, die Proportionen und Volumen des Ferrari Amalfi zu bewahren und dessen elegante, fließende Silhouette auch bei geöffnetem Dach beizubehalten. Die Option eines Stoffverdecks unterstreicht den vielseitigen Charakter des Modells und verleiht ihm eine exponierte Position innerhalb des Modellprogramms des Cavallino Rampante. Eine breite Palette an Personalisierungsmöglichkeiten ermöglicht zudem eine weitere Differenzierung des Modellcharakters und die Anpassung an individuelle Vorlieben. Zur Auswahl stehen maßgefertigte Stoffe in vier Farben und technisches Gewebe in zwei Farbtönen, darunter das neue Tecnico Ottanio. Optionale Kontrastnähte betonen zusätzlich sowohl den sportlichen Charakter als auch die raffinierte Eleganz des Amalfi Spider. Die markante Webart des technischen Gewebes erzeugt zudem einen schimmernden Effekt, der die Dreidimensionalität des Materials zusätzlich betont.

Das Stoffverdeck kann auch während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h bedient werden – es öffnet sich in knappen 13,5 Sekunden. Zusammengefaltet ist es mit lediglich 220 Millimeter Dicke besonders kompakt und eröffnet dadurch ein maximales Gepäckvolumen von 255 Litern bei geschlossenem und 172 Litern bei geöffnetem Verdeck – passend für den Alltag und Wochenendausflüge. Die fünflagige Stoffkonstruktion bürgt für optimale Schall- und Wärmedämmung, vergleichbar mit der eines versenkbaren Hardtops von Ferrari.

Wie der Ferrari Amalfi verfügt auch der Innenraum des Amalfi Spider über ein Doppelcockpit-Layout und eine weiterentwickelte Fahrer-Fahrzeug-Schnittstelle. Zu den wichtigsten Elementen gehören ein neues Lenkraddesign samt physischer Tasten und die Rückkehr des legendären Startknopfs. Das integrierte zentrale Display und die ergonomisch günstigen Bedienelemente erlauben eine intuitive Interaktion mit dem Modell – selbst bei dynamischer Fahrt. Die 2+-Sitzkonfiguration ermöglicht eine temporäre Nutzung der Rücksitze, was die Funktionalität des Modells deutlich erhöht, das Gepäckvolumen vergrößert und Ausflüge mit Kindern gestattet. Ein in die Lehne der Rückbank integrierter Windabweiser, der per Knopfdruck betätigt wird, sorgt für mehr Komfort, indem er Luftverwirbelungen bei Fahrten mit offenem Verdeck reduziert.

Das Design des neuen Amalfi Spider ist fließend und minimalistisch gehalten – die skulpturalen Volumen und klaren Oberflächen vermitteln Modernität und Dynamik. Die Fahrzeugfront wird von einem großen Lufteinlass und einer langen, formschön modellierten Motorhaube dominiert, unter der ein 471 kW (640 PS) starker V8-Turbo steckt. Am Heck trägt ein integrierter aktiver Spoiler zur Stabilität bei hoher Geschwindigkeit bei, während Schmiederäder und Karbon-Details die sportlich-elegante Ästhetik komplettieren

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STYLING

KAROSSERIESTYLING

Der von Designzentrum Ferrari Centro Stile unter der Leitung von Flavio Manzoni entworfene Ferrari Amalfi Spider ist das Sinnbild des sportlichen Ferrari Lifestyles in einem offenen Modell. Die Architektur mit 2+-Sitzkonfiguration und Stoffverdeck bewahrt die Proportionen und die formale Klarheit des Ferrari Amalfi: Die Silhouette präsentiert sich elegant, fließend und unverwechselbar – ob mit geöffnetem oder geschlossenem Verdeck. Die Designsprache vereint Raffinesse und Dynamik und formt eine monolithische, schlanke und skulpturale Silhouette, die dem Fahrzeug einen modernen, frischen Charakter verleiht und gleichzeitig seine unvergleichliche Eleganz bewahrt. Der minimalistische und funktionale Ansatz basiert auf einem präzisen Zusammenspiel von Volumina und klaren, wie vom Licht geformten Flächen. Das Verdeck ist entweder maßgefertigt in vier Stofffarben oder als technisches Gewebe in zwei Optionen erhältlich, darunter das neue Tecnico Ottanio, das von der Farbgebung des Modells insgesamt inspiriert ist. Die besondere Webart des Stoffs erzeugt einen dreidimensionalen schimmernden Effekt, der das Verdeck bei allen Lichtverhältnissen perfekt in Szene setzt. Bei geöffnetem Dach erstreckt sich das technische Gewebe auch über das Verdeckcover und die angrenzenden hinteren Flächen, wodurch eine beeindruckende Kontinuität des Materials im Exterieur entsteht. Zugleich verleiht diese Lösung dem Heck optische Dynamik, das als natürliche Verlängerung des Dachs wahrgenommen wird.

Mit dem Amalfi Spider präsentiert Ferrari die neue Lackfarbe Rosso Tramonto: ein exklusiver Farbton, der die mit Verde Costiera begonnene, von den Farben der Amalfiküste inspirierte Farbpalette fortführt. Die charakteristische Farbgebung des Ferrari Amalfi Spider bildet sich im stimmungsvollen Übergang zwischen Meer und Himmel in der Abenddämmerung heraus – sie verkörpert den Charakter und die unvergleichliche Eleganz der Landschaft, die die Inspiration dazu lieferte. Diese neue, intensive und zugleich raffinierte Farbe zeichnet sich durch subtile orange Untertöne aus, die an das warme Licht der untergehenden Sonne erinnern und die ikonischsten Panoramen der Küste zum Leuchten bringen. Rosso Tramonto betont die skulpturalen Oberflächen des Ferrari Amalfi Spider, bereichert die rote Farbpalette von Ferrari und fängt die Energie des letzten Sonnenstrahls des Tages ein, um sie in Emotion, Identität und visuelle Präsenz zu verwandeln.

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INNENRAUM

Der Innenraum des Ferrari Amalfi Spider führt das Konzept eleganter, alltagstauglicher Sportlichkeit in einem für Open-Air-Fahren konzipierten Cockpit fort. Die Doppelcockpit- Architektur erzeugt ein ausgeprägtes Kokon-Gefühl, indem sie Pilot und Beifahrer in zwei getrennten, aber optisch verbundenen Bereichen umschließt. Das Layout erstreckt sich von den Vordersitzen über das Armaturenbrett und die Türverkleidungen bis hin zum Mitteltunnel, während die Rücksitze eine nachgeordnete Rolle spielen. Dies kommt der Flexibilität zugute, ohne die Klarheit des Designs zu beeinträchtigen. Das zentrale Display dient als Interaktionspunkt zwischen Fahrer und Beifahrer und bietet eine gemeinsame Benutzeroberfläche, die den dualen Charakter des Modells unterstreicht: sportlich und vielseitig.

Das Interieur ist bewusst puristisch, minimalistisch und modern gehalten. Die gewollte Reduktion auf das Wesentliche hebt Materialien, Oberflächen und Geometrien hervor. Erstmals sind Kombiinstrument und Lüftungsdüsen in einem einzigen, monolithischen Block vereint, der gleichmäßig zwischen Fahrer und Beifahrer aufgeteilt ist. Der Mitteltunnel präsentiert sich in einer klaren, essenziellen Form: Eine aus massivem Aluminium gefräste, wie schwebend wirkende Brücke beherbergt die primären Bedienelemente, während sekundäre Funktionen weiter hinten positioniert sind, um Ergonomie und Optik zu optimieren. Die Türverkleidungen greifen ein Segelmotiv auf – skulpturale Elemente, die Griffe und Armlehnen integrieren. Auch das Interieur lässt sich individuell gestalten: Ausgewählte Komponenten, darunter Verdeckcover, Türverkleidungen und Sitzlehnen, können mit dem gleichen Stoff wie das Verdeck bezogen werden und schaffen so eine stilistische Kontinuität zwischen Exterieur und Cockpit – selbst bei geöffnetem Verdeck.

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MENSCH-MASCHINE-SCHNITTSTELLE (HMI – HUMAN-MACHINE INTERFACE)

Das Nutzerlebnis des neuen Amalfi Spider wurde, wie das des Ferrari Amalfi, so konzipiert, dass es eine intuitive, einbindende und technologisch fortschrittliche Interaktion bietet – erreicht durch eine umfassend weiterentwickelte Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI – Human-Machine Interface) und eine Reihe von Lösungen zur Steigerung von Komfort und Aufenthaltsqualität an Bord.

Das neugestaltete Lenkrad mit physischen Tasten markiert die Rückkehr zu taktilen Bedienelementen. Das Layout ist auf maximale Ergonomie und einfache Erkennbarkeit in jeder Fahrsituation ausgelegt. Auf der linken Seite stellt der ikonische Startknopf aus eloxiertem Aluminium ab dem Moment der Zündung eine unmittelbare Verbindung zwischen Pilot und Fahrzeug her. Die Bedienelemente wurden am Lenkrad funktional sinnvoll verteilt: Links befinden sich die Steuerung der Fahrassistenzsysteme sowie die Bedieneinheiten für adaptive Geschwindigkeitsregelung, Telefon und Sprachsteuerung, während rechts die Auswahltasten für Displayansichten angeordnet sind. Auf der Rückseite steuern zwei Drehregler Lautstärke und Senderauswahl, während eine separate Taste zum Wechsel der Audioquellen dient.

Das HMI-System ist um drei Hauptdisplays herum gruppiert. Die 15,6-Zoll-Digitalanzeige für die Instrumente liefert alle Fahr- und Fahrdynamikinformationen. In der Mitte des Armaturenbretts ermöglicht ein kapazitiver 10,25-Zoll-Touchscreen Pilot und Beifahrer den Zugriff auf wichtige Funktionen: Multimedia, Radio, Telefon, Displayspiegelung, Klimatisierung, Sitzverstellung und Fahrzeugeinstellungen. Das 8,8-Zoll-Display an der Beifahrerseite schließlich übermittelt dem Passagier weitere Informationen zu Parametern wie G-Kräfte und Motordrehzahl.

Volle Konnektivität wird weiterhin durch die Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto gewährleistet, während eine kabellose Ladeschale für Smartphones in den Mitteltunnel integriert ist. Das neue Modell ist außerdem mit dem MyFerrari Connect System ausgestattet, das eine Fernüberwachung des Fahrzeugstatus‘ über eine spezielle App ermöglicht.

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CHASSIS UND KAROSSERIE

Der Ferrari Amalfi Spider bietet dank seiner Architektur ein kompromissloses Open-Air- Fahrerlebnis – bei höchstem Komfort und optimaler Funktionalität. Das Verdeck ist zugleich leicht und robust. Es verfügt über ein Z-Falt-System, das ein Öffnen in nur 13,5 Sekunden ermöglicht – sogar während der Fahrt mit bis zu 60 km/h. Im vollständig geöffneten Zustand nimmt das Verdeck lediglich 220 Millimeter Dicke in Anspruch, was die Raumnutzung perfektioniert. Das vollautomatische Stoffverdeck mit seiner großen Heckscheibe besteht aus einem fünflagigen, in Sandwichbauweise gefertigten Akustikgewebe, das Fahr- und Außengeräusche effektiv dämpft: eine Schalldämmung, vergleichbar mit der eines versenkbaren Hardtops. Dies ist unter anderem den unterschiedlich dicken Dämmschichten zu verdanken, die für ein optimales Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht sorgen. Der starke Fokus auf Benutzerfreundlichkeit spiegelt sich auch im Raummanagement wider: Der Ferrari Amalfi Spider bietet ein für diese Klasse erstaunliches Gepäckraumvolumen von 255 Litern bei geschlossenem und 172 Litern bei geöffnetem Verdeck und eignet sich dadurch sowohl für die alltägliche Nutzung in der Stadt als auch für Wochenendausflüge.

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AERODYNAMIK

Die aerodynamische Entwicklung des Ferrari Amalfi Spider verfolgte ein klar umrissenes Ziel: ein Cabriolet mit Stoffverdeck zu schaffen, das eine mit dem Ferrari Amalfi vergleichbare Aerodynamik bietet und gleichzeitig auch bei geöffnetem Verdeck erstklassigen Komfort gewährleistet. Die Entscheidung für ein Stoffverdeck und dessen Einfluss auf die Karosseriegeometrie führte zu einem Analyse- und Optimierungsprozess, der darauf abzielte, die Effizienz und den Anpressdruck des Modells zu erhalten.

Im Fahrzeug sind verschiedene Funktionselemente integriert, die der Strömungsführung dienen und dazu beitragen, Belastungen und Widerstand ausgleichen. Ein Bypass-Kanal über den Scheinwerfern schafft eine Verbindung zwischen Frontpartie und Motorraum, was zur Reduzierung des Druckaufbaus und zur Optimierung der Kühlung beiträgt. Die Erzeugung von Abtrieb an der Fahrzeugfront wird durch die in den vorderen Unterboden integrierten Wirbelgeneratoren und Diffusoren gesteuert. Vor den Vorder- und Hinterrädern befinden sich zudem aerodynamische und widerstandsreduzierende Verkleidungen für die freiliegenden Radbereiche.

Am Heck des Ferrari Amalfi Spider zeigt sich ein beweglicher Flügel, der harmonisch in das Design integriert wurde. Dieses Bauteil kann je nach Geschwindigkeit sowie entsprechend der Längs- und Querbeschleunigung drei aktive Konfigurationen annehmen: niedriger Luftwiderstand (LD – Low Drag), mittlerer Abtrieb (MD – Medium Downforce) und hoher Abtrieb (HD – High Downforce). Der Flügel erzeugt in der HD-Stellung bei 250 km/h einen um 110 Kilo erhöhten Abtrieb – bei einem um weniger als 4 Prozent erhöhten Luftwiderstand. Die Zwischenposition MD ermöglicht einen zügigen Übergang zur vollständigen Entfaltung der Performance. Vervollständigt wird das Heck durch einen 20 Millimeter hohen integrierten Nolder, der den Luftstrom in der LD-Konfiguration komprimieren hilft und auf diese Weise für optimale Traktion sorgt.

Der Heckdiffusor wurde so gestaltet, um einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Abtrieb und Luftwiderstand zu finden. Die kontrollierte Ausdehnung des Luftstroms im zentralen Kanal verstärkt die Nachlaufströmung und verbessert die Effizienz des Systems. Auch das Kühlsystem des Modells ist ein integraler Bestandteil des gesamten aerodynamischen Designs: Im mittleren Bereich des Chassis‘ befinden sich der Wasserkühler des Motors und der Kondensator der Klimaanlage, während die seitlichen Einlässe die Ladeluftkühler des Turboladersystems versorgen.

Besonderes Augenmerk legten die Ferrari Entwickler auf den Fahrgastkomfort bei geöffnetem Verdeck. Deshalb statteten sie den Amalfi Spider mit einem in die Lehnen der Rücksitze integrierten Windabweiser aus, der vom Piloten auch während der Fahrt per Knopfdruck aktiviert werden kann: Dann wird der Luftstrom umgeleitet, der von hinten in den Fahrgastraum strömen würde. Dadurch entsteht eine stabile Zone der Behaglichkeit um die Passagiere, während Turbulenzen und Geräusche, insbesondere im Kopfbereich, reduziert werden. Das System ist auf einen Öffnungswinkel von 101 Grad kalibriert. Die Konstruktion der Rückenlehne einschließlich des in einen versenkten Hilfsrahmen integrierten Rahmens und der beweglichen Teile sorgt für Stabilität und ein dynamisches Ansprechen unter allen Fahrbedingungen. Der Windabweiser kann bis zu einer Geschwindigkeit von 170 km/h ausgefahren werden; darüber hinaus ist das System elektronisch abgeriegelt. Ist der Windabweiser bereits aktiviert, kann er bis zur Höchstgeschwindigkeit genutzt werden.

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ANTRIEB

Ebenso wie beim Ferrari Amalfi repräsentiert auch der Motor des Amalfi Spider die neueste Evolutionsstufe des 3855 cm³ Hubraum messenden V8-Biturbo aus der F154-Familie – jene Motorenbaureihe, die in jüngster Zeit die meisten internationalen Auszeichnungen gesammelt hat. In dieser neuen Konfiguration sorgen Optimierungen für eine Maximalleistung von 471 kW oder 640 PS bei 7500/min. Mit einer spezifischen Leistung von 166 PS/l und einer auf 7600/min angehobenen Maximaldrehzahl kann die kontinuierlich steigende Leistungskurve des Aggregats voll ausgeschöpft werden.

Die Leistungssteigerung gegenüber dem Ferrari Roma Spider wurde nicht zuletzt durch ein fortschrittliches Turbolader-Managementsystem erreicht. Es ermöglicht eine unabhängige Drehzahlregelung der beiden Lader mit spezieller Kalibrierung und eine Erhöhung der maximalen Turbodrehzahl auf bis zu 171.000/min. Diese Lösung verbessert das Ansprechverhalten und erhöht die Präzision der Druckregelung, auch dank der Einführung eigener Drucksensoren für jede Zylinderbank. Das weiterentwickelte Motorsteuergerät, das bereits in Modellen wie 296 GTB, Ferrari Purosangue und Ferrari 12Cilindri zum Einsatz kommt, ermöglicht die Ausschöpfung des vollen Motorpotenzials.

Parallel dazu wurden enorme Anstrengungen unternommen, um das Gewicht zu reduzieren: Neue, 1,3 Kilo leichtere Nockenwellen und ein neu gestalteter Motorblock mit extrem präziser Bearbeitung eliminierten nicht-strukturelles Material und sparten so rund ein weiteres Kilogramm. Erstmals in einem Ferrari Motor kommt Öl mit niedriger Viskosität zum Einsatz, das den Kaltwiderstand um 30 Prozent reduziert und so die Effizienz der Warmlaufphase verbessert.

Dank einer Reihe fortschrittlicher technischer Lösungen reagiert der Motor jetzt noch schneller auf Gaspedalbefehle: Dazu gehören eine Flatplane-Kurbelwelle, kompakte Turbinen mit geringer Trägheit, die Twin-Scroll-Technologie für separates Abgasmanagement und ein Single-Scroll-Krümmer mit gleich langen Kanälen. Diese Elemente tragen zu kontinuierlicher und progressiver Leistungsabgabe bei – mit einer Drehmomentkurve, die in allen Gängen für enormen Durchzug bei mittleren und hohen Drehzahlen bürgt.

An Bord befindet sich weiterhin das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe im Ölbad, das erstmals mit dem SF90 Stradale eingeführt wurde und großen Anklang fand. Das Getriebe erhielt Optimierungen in Gestalt einer leistungsstärkeren Steuereinheit und einer noch tieferen Integration in die Motorsoftware: für noch sanftere und schnellere Schaltvorgänge.

Der Effizienz des gesamten Antriebsstrangs kommen darüber hinaus Lösungen zugute wie die Trockensumpfschmierung des Getriebes, reibungsarme Kegelräder und verbesserte Strategien zur Drehmomentverwaltung der Kupplung, die ein betont ruhiges Fahren im Stadtverkehr gewährleisten, insbesondere während Start-Stopp-Phasen.

Auch dem Sounddesign widmeten sich die Ferrari Ingenieure mit besonderer Hingabe: Ein neues Schalldämpfer-Layout sorgt für die Einhaltung strenger Lärmschutzvorschriften, ohne den typischen Ferrari Sound zu beeinträchtigen. Die Flatplane-Kurbelwelle und die gleich langen Auspuffkrümmer tragen zu einer unverwechselbaren Zündfolge bei. Die Abgasanlage verfügt ferner über einen Katalysator aus keramischem Verbundwerkstoff mit einer trimetallischen Beschichtung aus Rhodium, Platin und Palladium, der dank geringerer thermischer Trägheit durch kürzere Aktivierungszeiten überzeugt. Die Regelung des Sounds übernimmt ein neues, proportional gesteuertes Bypass-Ventil mit speziellen Kennfeldern, um den Auspuffsound an unterschiedliche Fahrbedingungen anzupassen.

FAHRDYNAMIK

Die Fahrdynamik des Ferrari Amalfi Spider wie des Amalfi repräsentiert eine bedeutende Weiterentwicklung im Segment der Spide-2+-Coupés mit Frontmotor – dank der Integration modernster, in jüngster Zeit entwickelter Ferrari Technologien. Das Herzstück bildet dabei die Einführung von Brake-by-Wire: eine Lösung, die die Bremsleistung deutlich verbessert, den Pedalweg verkürzt und die Modulation optimiert – selbst bei aktiviertem ABS.

Das ABS Evo-System führte Ferrari erstmals im 296 GTB ein und entwickelte es für den Ferrari Purosangue und den Ferrari 12Cilindri weiter. Für den Amalfi Spider wurde es nochmals angepasst, um optimale Leistung auf jedem Untergrund und in allen Manettino- Modi zu gewährleisten. Der Controller nutzt Daten des 6D-Sensors, um die Fahrzeuggeschwindigkeit präzise zu erfassen und den optimalen Schlupf für jedes Rad zu ermitteln: für eine optimierte Bremskraftverteilung. Ergebnis ist eine höhere Effektivität beim Bremsen auf gerader Strecke und unter wechselnden Bedingungen, bei denen Querstabilität und Längsverzögerung ausbalanciert sein müssen.

Die hohe Präzision dieser Schätzungen ermöglicht zudem eine bessere Wiederholbarkeit und reduziert Abweichungen, die durch mechanische Toleranzen oder Umgebungsbedingungen, wie die Asphalttemperatur, verursacht werden. Dieser Ansatz ist Teil des SSC: das Side Slip Control 6.1-Framework, das als gemeinsame Sprache für alle dynamischen Steuerungen fungiert – von der Lenkung über das Drehmomentmanagement bis zur Vertikalbewegungssteuerung. Ziel: die Leistung in jeder Situation maximieren.

Eine weitere Innovation ist das Grip-Schätzsystem auf Basis der elektrischen Servolenkung – eine Weiterentwicklung der im 296 GTB eingeführten Lösung. In dieser neuen Version erfolgt die Grip-Schätzung um 10 Prozent schneller und präziser, selbst auf Fahrbahnoberflächen mit sehr geringer Haftung. Die Erkennungslogik nutzt die Dynamiken des elektrischen Lenkgetriebes und den von SSC 6.1 geschätzten Gierwinkel, um die Reifen-Asphalt-Haftung auch außerhalb des Grenzbereichs zu bewerten und so die Reaktionsfähigkeit und Effektivität der Steuerungen zu verbessern.

Das Manettino des Ferrari Amalfi Spider bietet fünf Positionen: „Wet“, „Comfort“, „Sport“, „Race“ und „ESC-Off“. Mit ihnen kann der Pilot den Eingriffsgrad verschiedener Systeme einstellen, wie F1-Traktioskontrolle, Dämpfer und elektronisches Differenzial. Wie beim Ferrari Amalfi wurde auch beim Amalfi Spider der dynamische Bereich verfeinert und erweitert. Zu verdanken ist dies ist dem dynamischeren Charakter der „Sport“- und „Race“- Kalibrierungen im Vergleich zum Ferrari Roma. Der Übergang zwischen den Einstellungen erfolgt nun sanfter, was das Fahren nochmals vereinfacht.

Zur Unterstützung der Fahrdynamik verfügt der Ferrari Amalfi Spider über einen aktiven Heckspoiler, der in Abhängigkeit von der Längs- und Querbeschleunigung aktiviert wird. Bei dynamischen Fahrsituationen, wie beim starken Bremsen oder in schnellen Kurven, schaltet der Spoiler automatisch in die Konfiguration mit hohem Abtrieb, wodurch zusätzlicher aerodynamischer Abtrieb am Heck erzeugt und die Gesamtstabilität des Fahrzeugs verbessert wird.

In puncto Sicherheit und Assistenz ist der Ferrari Amalfi Spider mit einem umfassenden Paket an Fahrassistenzsystemen der neuesten Generation ausgestattet. Dazu gehören: adaptive Geschwindigkeitsregelung, automatische Notbremsfunktion, Toter-Winkel- Erkennung, Spurhalteassistent, automatisches Fernlicht, Verkehrszeichenerkennung und - assistenz, Müdigkeits- und Ablenkungserkennung sowie optional Surround View und Querverkehrswarnung hinten. Alle Systeme sind über die Menüs des Instrumentenclusters konfigurierbar und nahtlos in die elektronische Fahrzeugarchitektur integriert, die außerdem Front- und Heckradar, Kameras und dedizierte Steuerungen umfasst.

Im Verbund ermöglichen diese Technologien dem Ferrari Amalfi Spider ein präzises, reaktionsschnelles und einbindendes Fahrerlebnis – alle Systeme arbeiten harmonisch zusammen, um maximale Kontrolle und Fahrspaß zu gewährleisten, unabhängig von Straßenbedingungen oder Fahrstil.

REIFEN

Bei der Reifenwahl für den Ferrari Amalfi Spider wurde Wert auf Ausgewogenheit zwischen Ästhetik, Leistung und Komfort gelegt. Die Entwickler entschieden sich für 20- Zoll-Räder, um die harmonischen Proportionen im Einklang mit der Designsprache des Modells zu wahren, ohne Kompromisse beim Fahrkomfort einzugehen. Für maximalen Komfort wurde das für den Ferrari Amalfi gewählte Querschnittsverhältnis beibehalten, das ein progressives Ansprechverhalten und eine gute Dämpfung von Fahrbahnunebenheiten sicherstellt.

Die Reifendimensionen betragen 245/35 R20 vorn und 285/35 R20 hinten. Diese Konfiguration bürgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Agilität und Traktion und trägt zur präzisen und reaktionsschnellen Fahrdynamik bei. Der Ferrari Amalfi Spider ist serienmäßig mit Reifen ausgestattet, die gemeinsam mit drei Technologiepartnern speziell für dieses Modell entwickelt wurden: Pirelli P ZERO, Goodyear Eagle F1 SuperSport und Bridgestone Potenza Sport.

7 JAHRE WARTUNG

Die einmaligen Qualitätsstandards von Ferrari und der zunehmende Fokus auf hervorragenden Kundendienst liegen auch dem umfangreichen siebenjährigen Wartungsprogramm für den Ferrari Amalfi Spider zugrunde. Das Programm wird für die komplette Ferrari Modellpalette angeboten. Es deckt die gesamten regelmäßigen Wartungen in den ersten sieben Jahren ab. Dieses Wartungsprogramm ist ein exklusiver Service, der den Kunden die Gewissheit gibt, dass ihr Fahrzeug in diesen sieben Jahren das Spitzenniveau an Leistung und Sicherheit beibehält. Der Service steht auch Zweitbesitzern von Ferrari Modellen zur Verfügung.

Regelmäßige Wartung (in Intervallen von entweder 20.000 Kilometern oder einmal im Jahr ohne Kilometerbegrenzung), Originalersatzteile und akribische Überprüfungen durch im Ferrari Training Center in Maranello geschultes Fachpersonal unter Verwendung modernster Diagnose-Tools sind nur einige Vorteile des „Genuine Maintenance“- Programms. Der Service wird weltweit von allen Ferrari Vertragspartnern im offiziellen Händlernetz angeboten.

Das Genuine Maintenance-Programm erweitert das umfangreiche Service-Angebot von Ferrari und entspricht damit den Anforderungen jener anspruchsvollen Kunden, die die Leistung und die Exzellenz bewahren möchten, die alle in Maranello gebauten Modelle auszeichnen.