Familienalltag besteht aus Schule, Beruf, Sport und Freizeit, und der Platzbedarf ändert sich oft schon im Lauf eines Tages. Mit dem Multiplay stellt Fiat im Vorfeld des Pariser Autosalons 2026 ein Konzept vor, das darauf eine Antwort sucht. Auf 4,45 Metern Länge kombiniert die Studie die Raumeffizienz eines Vans, den Auftritt eines SUV und die Vielseitigkeit eines Pick-ups. Ein Ausblick auf ein konkretes Serienmodell ist sie ausdrücklich nicht, Fiat versteht sie als Ideenlabor.

© Foto: Fiat
„Metamorfosi“: Das Heck gleitet auf Schienen
Herzstück ist die C-Säulen-Architektur „Metamorfosi“. Ein längs verschiebbares Heckmodul macht aus dem sechssitzigen Familienfahrzeug mit wenigen Handgriffen einen viersitzigen Pick-up mit offener Ladefläche. Dort finden Fahrräder, Sport- und Outdoor-Ausrüstung oder sperrige Gegenstände Platz. Auch der Heckspoiler passt sich an: Er lässt sich drehen und wird zum Fahrradträger für bis zu zwei Räder.
Ein Innenraum, der mit der Familie lebt
In der Familienkonfiguration bietet Multiplay sechs Sitzplätze plus den „Petsenger Seat“. Dieses modulare Element dient wahlweise als Befestigung für einen Kindersitz, als Platz für ein Haustier, als kleiner Tisch oder als Ablagefach. Ein Teil des Polsters lässt sich als Leine nutzen, in der Tür steckt ein faltbarer Napf. Auch die dritte Reihe, bei vielen Familienautos kaum nutzbar, soll hier funktionieren: Sie bietet Platz für zwei Kinder und bei Bedarf für einen Erwachsenen.

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Im Stand wird der Beifahrersitz zum „Sunseat“. Nach hinten gedreht und unter dem Panoramadach zur Chaiselongue geworden, lädt er zum Lesen und Entspannen ein.
Farben wie ein italienischer Sommer
Das Farbkonzept stammt von der Wassermelone. Das Grün der Karosserie erinnert an die Schale, Rot- und Rosétöne im Innenraum an das Fruchtfleisch. Die weichen Komponenten bestehen überwiegend aus Monomaterial-Textilien im nahtlosen 3D-Strickverfahren, was Verschnitt reduziert. Das Display im Armaturenbrett verschwindet bei ausgeschaltetem Fahrzeug aus dem Blick.
Anknüpfen an den Multipla-Geist
Der Name verweist auf eine Tradition: 1956 bot der Fiat 600 Multipla auf rund 3,5 Metern Platz für sechs Personen. 1998 folgte ein Multipla mit sechs Sitzen in zwei Reihen auf weniger als vier Metern Länge. Das neue Konzept setzt diese Suche nach intelligenter Raumnutzung fort. Arnaud Belloni, CEO von Fiat, Abarth und Lancia, nennt Multiplay ein Ideenlabor für die Zukunft der Marke, bei dem der praktische Nutzen im Alltag im Mittelpunkt stehe.

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